Torsten Hartung: Die Schatten meiner Seele.

Aufzeichnungen aus der Isolationshaft - ein Tagebuch als begleitendes Medium auf dem Weg in das eigene Selbst.

In einem Winkel der Welt kauerte, verbittert, trotzig und freudlos eine hassende, gewalttätige Dunkelheit. Ein Mörder in Einzelhaft, auf seinen Prozess und sein Urteil wartend.

Wie die Morgenröte ihr sanftes Licht in die Finsternis der Nacht gießt, so suchen die Fragen seines Lebens ihre Antworten in der Dunkelheit seiner Vergangenheit. Im Licht der Wahrheit zeichnete sich, erst schemenhaft, die Kontur seines Selbst ab. »Wer bin ich?« klingt das Echo aus der Verborgenheit der Nacht und sucht seine Antwort, scheu und ängstlich.

… ein kleines Licht - klein, aber ein Licht. Es ist da und leuchtet mir in die Finsternis meines Herzens, auf dem Weg in mein Selbst. Wer hat es entzündet, dahin gestellt? Die düstere Finsternis wütet gegen das Licht an, machtlos gegen dieses winzige Licht in meinem Herzen. Der Schein, der Glanz des Lichtes erleuchtet mir einen Weg aus meiner inneren Dunkelheit in die Wahrheit meines Selbst-er-kennens, in das Leben der inneren Freiheit.

Die Summe ist die Spur meiner Schuld!
Das Leiden hat einen Sinn, wenn du selbst ein anderer wirst.

Ich, ein Mörder, in Isolationshaft sitzend, in tiefer Einsamkeit, vom eigenen Hass gegen die Menschen, dem Leben und sich gemartert.

  • Ein Tagebuch, sein begleitendes Medium.
  • Ein Versuchen, seine eigene Wahrheit zu erfassen.
  • Ein Erkennen, seine Angst, es als das Seine anzunehmen.
  • Ein Hilferuf, sein Schrei der Seele.
  • Eine Antwort, sein neues Leben.
Die Schatten meiner Seele.

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